Toadstool Valley


 

Gesamtstrecke: 3,0km (1,8 Meilen)

Wanderzeit: 2:00 Stunden

 

Ungefähr 43 Meilen östlich von Kanab befindet sich auf der nördlichen Seite der HW 89 das Gebiet der so genannten Toadstools (deutsch: große Pilze). Die Toadstools werden auch als Hoodoos bezeichnet. Dies sind zu schlanken Säulen erodierte Felsen. Eine harte Steinschicht als Deckel schützt die darunter liegende weichere Schicht vor Erosion. Da das restliche umliegende Gestein abgetragen wird, formen sich Säulen.
Ungefähr 1,5km müssen bis zu den ersten Felsformationen gewandert werden. Der Weg ist zwar fast eben, aber nur dürftig markiert. Ein wenig Orientierungssinn ist daher nötig.
 

Toadstool Valley

Bild 1: Toadstools
 

Bild 2: Straßenkarte

Bild 3: topografische Wanderkarte

Parkplatz / Startpunkt der Wanderung: N37°06'03"  W111°52'23"

GPS-Track
 


Südlich der HW 89 befindet sich am Meilenstein 21 die Paria Contact Station. Das einzeln stehende Gebäude steht unter der Verwaltung des BLM (Bureau of Land Management). Hier erhalten Besucher eine Kopie des Toadstool Trails.

 

 

Bild 4:
Beginn der Wanderung

1,4 Meilen östlich der Paria Contact Station ist in der Nähe vom Meilenstein 19 an der Nordseite der HW 89 ein kleiner Parkplatz. Hier beginnt die Tour zum Toadstool Valley. Ein Gatter erlaubt den Zutritt in das umzäunte Gebiet.
Gleich zu Beginn der Tour wandert man an bunten Gesteinsschichten vorbei. Die erodierten Felsen lassen auf interessante Formationen hoffen.

 

Bild 5:
bunte Gesteinsschichten

 

Bild 6: Blickfang auf dem Weg zum Toadstool Valley
 

Die Strecke verläuft prinzipiell in nördliche Richtung. Der Pfad schlängelt sich zunächst durch ein sandiges Trockenbett. Dementsprechend mühselig gestaltet sich das Stapfen durch den nachgebenden Grund. Nicht immer ist ein eindeutiger Trampelpfad zu erkennen. Ab und zu markieren Steinhaufen die Richtung.

 


 

Bild 7: felsige Kulisse

Man kann den Spuren im feinen Sand des Trockenbettes folgen oder auch den Spuren parallel zum Wash auf festerem Untergrund. Nach ungefähr ¾ des Weges muss ein kleines Hindernis überwunden werden. An der Stelle in nebenstehendem Bild sucht man sich die leichteste Kletterstelle aus.

 

 

Bild 8:
ein Hindernis auf dem Weg

Nach Überwindung des Hindernisses weitet sich das Terrain und der weiße Farbton übernimmt die Dominanz. Die Trampelspuren führen immer noch in nördliche Richtung.

 

 

Bild 9: Landschaft nördlich des Hindernisses
 

Nach ungefähr 30 Minuten ist das Ziel der Wanderung erreicht. Eine weiße Felsbarriere kündigt das Ende der Strecke an. Hier sind die Säulen der Toadstools versteckt. Einige kleine Erhebungen sind bereits zu erkennen.
 

Bild 10: Toadstool Valley
 


Im Toadstool Valley angekommen, besteht die Kunst darin, ein vernünftiges System im Wirrwarr der Felssäulen zu laufen, um weitgehend alle Hoodoos oder Toadstools zu finden.

 

 

 


Bild 11:
Hoodoos

 

Die ersten Balanced Rocks, die die Besucher zu Gesicht bekommen, sind rot. Der überwiegend weiße Fels ist von einer Schicht aus rotem Sandstein durchzogen. Aus dieser Schicht haben Wasser und Wind rote Toadstools geformt.
 

Bilder 12 und 13: Toadstools aus rotem Sandstein
 

Große und kleine Exemplare wechseln sich ab. Viele Felssäulen sind bereits zusammengefallen und haben nur noch das harte Deckengestein übrig gelassen. Gesteinsfreunde versuchen bisweilen, den Sturz der Felsdeckel abzufedern.
 

Bilder 14 und 15: kleine und große Toadstools
 

Bilder 16 - 19: weitere Toadstool-Varianten

 


Die Landschaft im Toadstool Valley erinnert ein wenig an den Bryce Canyon NP. Im Bryce Canyon sind die Felsen zwar bunter, aber hier sind die Felsformationen meiner Meinung nach interessanter.
 

 

 


Bild 20:
Farbenpracht wie im Bryce Canyon NP

 

Bild 21: Bryce Canyon in Miniaturausgabe
 

Um zu den weißen Toadstools zu gelangen, müssen die erodierten Flächen in westlicher Richtung umwandert werden. Ich bin eine kleine Erhebung hinauf gestiegen und habe dahinter in einer Mulde die weißen Felssäulen entdeckt.

 

 

 

Bild 22:
weiße Toadstools


Von der Anhöhe sucht man sich den Weg des geringsten Widerstands hinunter in das Tal der weißen Toadstools. Hier scheinen die Felsformationen wie Pilze aus dem Boden zu wachsen.

 

 

Bild 23:
im Tal der weißen Toadstools

 

Bis zu 4m Höhe erreichen die Felssäulen. Dort, wo der harte Deckenschutz herunter gefallen ist, werden die Formationen durch die unbarmherzige Erosion zersetzt.
 

Bilder 24 und 25: variantenreiche Felstürme
 

Zum Glück gibt es nicht allzu viele Frevler, die sich an den kleinen, schwachen Toadstools versündigen.
 

Bilder 26 und 27: kleine Toadstools mit Peiniger
 

Bilder 28 -  31: weitere Exemplare

 

Auf dem Rückweg wanderte ich im Toadstool Valley einen Bogen und kam an eine Stelle vorbei, wo die zukünftigen Toadstools entstehen. Das harte Deckengestein in der roten Schicht ist hier bereits freigesetzt. Das darunter liegende weiche Gestein in der weißen Schicht wartet darauf abgetragen zu werden.

 

 

Bild 32:
zukünftige Toadstools

 

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